FakriroTalk – Christine Heimannsberg

Stephie von Kleiner Komet besucht unsere Aussteller und fühlt ihnen auf den Zahn. Lernt sie in diesem kurzen, knackigen Interviewformat etwas besser kennen.

Das Setting: Stellt Euch vor, Stephie steht tatsächlich an einem (virtuellen) Messestand.

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Zum einen wäre da ein großes Banner auf dem die Cover aller drei Bände meiner Trilogie neben einem mystischen, großen Augen sind und die Worte: „Dystopische Climate Fiction Trilogie“.  Climate Fiction ist ein relativ junges Genre, dass den Klimawandel und seine Folgen in den Geschichten verwoben hat. Soviel gibt es davon noch nicht, und soweit ich informiert bin, bin ich einer der ersten deutschen Autorinnen mit einer Trilogie in dem Genre. Die tollen Cover zeigen Szenen-Ausschnitte aus den Büchern und wurden von dem super talentierten Grafiker und Künstler Tobi Frank entworfen und gestaltet, der auch für Magazine, wie z.B. die FAZ kreiert.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Hallo Stephanie, ich heiße Christine Heimannsberg und habe eine Trilogie in dem Genre Dystopie / Climate Fiction geschrieben. Als nächstes plane ich einen Mystery Thriller, ich bin also nicht fest in einem Genre, sondern schreibe das, was mich gerade inspiriert. Ich verlege meine Bücher über Nova MD als SP-lerin.

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Buch. Worum geht es? Was macht es zu einem besonderen Buch?

Meine Trilogie spielte einem Europa nach dem Klimawandel. Die Gesellschaft hat sich verändert und wurde durch den Verlust von technischen Errungenschaften und verkleinertem Lebensraum (die Pole sind abgebrochen und habe große Teile Europas überschwemmt) in ein patriarchisches System zurückgeworfen, in dem Mädchen und Frauen wenig Rechte haben und das Überleben der männlichen Erben Vorrang hat. In dieser Welt wächst die achtzehnjährige Lore auf, die sich trotz der Umstände ihren Mut und Eigensinn bewahrt hat. Sie trifft sich heimlich mit Jul, obwohl der Kontakt zwischen Minderjährigen Mädchen (hier wird man mit 19 volljährig) und Männern verboten ist und plant mit ihm ihre Zukunft. Nach einem dieser heimlichen Treffen kommt es zu einem tödlichen Streit mit dem Nachbar-Clan und Lore wird gezwungen mit ihrem  jüngeren Bruder James fliehen. Überstürzt lässt sie alle zurück, auch Jul, und begibt sich mit Jame auf die Suche nach dem Gelobten Land, einem mystischen Sehnsuchtsort, von dem niemand weiß, ob es ihn wirklich gibt. Sie muss Gefahren überwinden, sich (auch) gegen ihren Bruder durchsetzen und darf niemals die Hoffnung verlieren – Hoop – so wie auch der erste Band heißt. Im zweiten Band geht es darum, was sich hinter der „großen Mauer“ befindet, und wohin blinder Glaube – Gloov – führen kann, im dritten und finalen Band wird Lore selber Teil einer Widerstandsgruppe, die das perfekte Zusammenleben in einer veränderten Welt sucht.

Was die Bücher besonders macht ist, dass sie ohne Zombies, Atomkrieg oder sonstige Katastrophen auskommen, sondern dass in ihnen wir Menschen schlicht genug sind, die Welt zu Fall zu bringen. Dies ist ein Zitate einer Bloggerin, das sehr gut beschreibt, was ich versucht habe zu erzählen.  Jeder Band trägt auch heute aktuelles Thema in sich: Gleichberechtigung und Klimawandel, Flüchtlinge, Fake News – aber sie sind verpackt in einer spannenden Geschichte und regen unterschwellig zum Nachdenken an. Ich sag immer gerne: Tribute von Panem trifft auf Fridays for Future. ; )

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Da möchte ich unbedingt von Annina Safrans „Die Saga von Eldrid“ empfehlen, dabei handelt es sich um eine Reihe.